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XP8
- DROP THE MASK
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Es hat gedauert, wirklich lange gedauert. 2003 erreichte unsere Redaktion eine Platte in Eigenproduktion von XP8. Damals wurde „Forgive“ als Platte des Monats März von uns gekürt. Aber leicht hatten es die Italiener nicht. Zunächst war das Projekt auf Black Flames beheimatet, das jedoch durch die Unfähigkeit der Betreiber leider schnell wieder in der Versenkung verschwand. Es musste erst ein Torben Schmidt, respektive das Infacted-Label sein, dass das Potenzial dieser Band erkannte. Seitdem geht es steil nach oben für diese Ausnahmeformation, die sich auf ihrem neuesten Werk „Drop The Mask“ nicht nur gereifter, sondern auch stilistisch geschlossener präsentieren. Oftmals hüpften XP8 innerhalb eines Albums von Future-Pop zu Noise und Harsh-EBM. Mittlerweile ist man auf einen deutlich düsteren Sound umgestiegen, der sich durch das komplette Werk zieht, aber dennoch variantenreich dargeboten wird. So ist beispielweise „Breathe The Poison In“ mit klarem Gesang von Marko Resureccion versehen, während „One Pill Missing“ ein nach vorne preschender Instrumental-Track mit einzelnen verzerrten Sprachfetzen ist. XP8 klingen einfach viel zu intelligent, um langweilig zu werden. Die Songs sind zwar in irgendeiner Form clubtauglich, aber die beiden Jungs packen einfach viel zu viele Feinheiten und interessante Wendungen in die Stücke, sodass sie nicht unbedingt für den Club taugen. Aber das ist ja nicht von Nachteil. Die Tatsache, dass unter anderem C-Drone Defect und Faderhead an dem Album mitgewirkt haben, zeigt, dass wir es hier einfach mit einer Ausnahmeband zu tun haben, deren Talent meines Erachtens jedoch immer noch nicht ausreichend gewürdigt wird. Eine Überraschung schlechthin ist „Out Of Control“, ein gar nicht mal so alter Song von She Wants Revenge. Aus der Retro-Wave-Nummer wurde ein Disco-Stampfer par éxcellence. Die Jungs wissen eben was gut ist. Weitere Anspieltipps: „Out For Blood“ und „Bad Guys“. (verfasst von Nuuc) |