|
SCARLET YOUTH
- BREAKING THE PATTERNS (EP)
|
|
Die ersten Takte angehört, ein kurzer Blick auf die Platte – alles klar. Scarlet Youth kommen aus Finnland, und das hört man einfach den Sounds an. Zwar schreibt das Quintett eine Menge an Einflüsse auf ihre PR-Info – von Wong Kar Wai über Smashing Pumpkins bis hin zu Kirsten Dunst (warum auch immer) – der ätherische Rock, verziert mit einigen Synthesizer-Spiereien, und die schwebend-leichte Stimme von Sänger Markus-Baltes, kommen einem Gleitflug über vereiste Fjordlandschaften und unberührter Natur Nordeuropas gleich. Schon der Opener „Gleaming Endless Ocean“ spricht für sich. Der Sound erinnert stark an Polarkreis 18, lässt aber noch mehr als bei der Dresdner Kultband den Geist alter Joy Division Platten, allen voran deren melancholische Grundstimmung durchschimmern. „Shoegaze“ nennt sich ja diese Musik. Und damit ist eigentlich alles gesagt. Wer bei Spacemen 3 und auch My Bloody Valentine seine Nische gefunden hat, wird mit Scarlet Youth sicherlich schnell warm werden. Die EP „Breaking The Patterns“ jedenfalls beherbergt einige sehr geniale Momente. Darunter ist nicht nur oben genannter Opener, sondern auch „Before The Surfaces Break“, das eine geradezu majestätische Gitarrenwand errichtet. Hinter der sich zwar die Stimme etwas versteckt, aber sei’s drum. Schwebend beginnt das Stück und endet auch so. Ehe mit „Sunshine Girl“ die Band beweist, dass sie auch druckvoll sein können. Eine kleine Überraschung! (verfasst von Nuuc) |