ROUGHHAUSEN - THE AGONY OF THE BEAT

Hier ist der Name Programm: Roughhausen begnügt sich nicht damit, wohlgefällig zu sein, sondern bietet einen ziemlich apokalyptischen Mix aus harten Beats, verzerrten Vocals und kraftvollen Gitarren. Hinter dem Projekt steht ein gewisser Jeff Stoddard, der einigen schon bekannt sein dürfte. Immerhin arbeitete Jeff schon mit Frontline Assembly zusammen und sein Gitarrenspiel hat das Album „Caustic Grip“ der Band maßgeblich beeinflusst. Aber auch als Solist macht Jeff eine gute Figur. Dabei merkt man ihm an, dass er einer anderen Generation Musiker abstammt. Seine Songs sind wirklich düster, ohne diese ewigen Metaphern zu zitieren, die schon anderen Musiker bis zum Exzess versucht haben. „The Agony Of The Beat“ ist ein Sammelsurium aus Core-Gitarren, teilweise entrückten Synthieflächen und Störgeräuschen aller Art. Der Industrial-Metal ist natürlich stark an FLA angelehnt, dennoch kann man nicht von einem Plagiat sprechen. Dafür besitzt Rughhausen zu viel Eigenständigkeit und Ideenvielfalt. Nur selten, wie beispielsweise bei „Fornacis“ kommt das Projekt zu Ruhe und überzeugt auch mit fast an Ambient reichende Klänge. „The Agony Of The Beat“ scheppert auf den Hörer ein, sodass dieser sich davon erst einmal erholen muss. Sicherlich kein leicht verdauliches Werk, aber ein intelligentes.

(verfasst von Nuuc)



Homepage: Roughhausen

Wertung: 4,5 von 6
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