GLENN LOVE - BELLE EPOCHE

CD rein und gleich das erste Lied angehört...wow! Glenn Love, ein aus Toronto (Kanada) stammender Musiker und Künstler, kann sofort begeistern. Der erste Song „Iceland“ lebt von seiner Einfachheit, die sich in den brodelnden Bassläufen und der Stakkatomelodie manifestieren. „Belle Epoque“ beweist schon auf den ersten Metern, dass reine elektronische Instrumentalmusik begeistern kann, wenn sie intelligent arrangiert ist. Die Spezialität bei Glenn Love liegt darin, sich auf die guten alten Synthesizer zu verlassen und abseits der computergenerierten Musik, das Handwerk eines Tüftlers und Fricklers aufleben zu lassen. Daher bekommen die Stücke von Glenn Love auch immer diesen Touch von 80er Jahre Underground Elektronik à la Fad Gadget oder Umo Detic. Hatte der Beginn auf ein tanzbares Album schließen lassen, zeigen die weiteren Songs, dass es ihm nicht um die Eroberung der Clubs geht. Die Songs wollen in erster Linie Atmosphären schaffen. Und das gelingt ihm sehr gut. „Waking Dreams On The Bridge Of Night“ arbeitet mit breiten Flächen und minimalen Drumprogramming. „Seventh Veil” dagegen kommt mit treibendem Schlagzeug und sirenenhafter Gitarre daher. Das sind nur einige Beispiele, wie hier Musik definiert wird. Nur die Remixe am Schluss waren nicht wirklich nötig. Glenn Love lebt die elektronische Musik vor. Auf jeden Fall hörenswert.

(verfasst von Nuuc)



Homepage: Sonic-x

Wertung: 5 von 6
zur Übersicht